18. Mai 2020

Landesmusikrat Rheinland-Pfalz begrüßt die geplanten Lockerungen der Coronamaßnahmen

Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz, Dachverband für mehr als 500.000 musizierende Menschen in Rheinland-Pfalz, begrüßt die geplanten Lockerungen der Coronamaßnahmen insbesondere im Bereich der Veranstaltungen. Der Notwendigkeit, Proben in tausenden Laienmusikvereinen sowie Musikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen und Musikschulen durchführen zu können, gilt unter Berücksichtigung gesundheitlicher Maßnahmen das besondere Augenmerk des Landesmusikrats.

Hierzu Landesmusikrats-Präsident Peter Stieber: „Die Lockerungen sind begrüßenswert und wir hoffen sehr, dass nun die Fachkompetenz der Verbände einbezogen wird, sodass Sicherheitskonzepte entwickelt werden, um das musikalische Leben in Rheinland-Pfalz wieder in Gang zu bringen und das gemeinsame Musizieren zu ermöglichen. Gerade für die ca. 4.000 Chöre und instrumentalen Musikvereine sowie Bands aus Rock, Pop und Jazz müssen Proben wieder durchführbar werden. Die Situation des Stillstands ist für alle Musizierenden im Land unerträglich. Zahlreiche Handlungsempfehlungen liegen dem Landesmusikrat vor und wir hoffen sehr, diese nun mit den zuständigen Ministerien zu diskutieren und dann verbindlich verabschieden zu können.“

Auch die Situation der musikalischen Ausbildung muss sich verbessern. Hierzu Stieber weiter: „In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam mit dem Bundesverband Musikunterricht (BMU) und zahlreichen anderen Partnern schrittweise den praktischen Musikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen verbessern können. Die Corona-Pandemie zwingt die Lehrerinnen und Lehrer zurück zum theoretischen Frontalunterricht, dem der Aspekt des praktischen Musizierens fehlt. Auch hier müssen klare Regeln entstehen, wie das gemeinsame Singen und das Ensemblespiel wieder aufzunehmen sind und die zahlreichen Kooperationen mit außerschulischen Partnern – also Musikschulen, Blasorchestern und Chören – wieder aktiviert werden können. Die kommunalen und privaten Musikschulen müssen bei Fragen zum Ensemblespiel, der musikalischen Früherziehung und vielem mehr in den dringend erforderlichen Dialog zwischen Ministerien und Verbänden eingebunden werden.“

Quelle: http://www.lmr-rp.de