16. Dezember 2020

Landesmusikakademie NRW hielt jährliche Mitgliederversammlung ab

Auch Mitgliederversammlungen drückt die Corona-Pandemie in diesem Jahr ihren Stempel auf. Statt die Teilnehmenden wie üblich nach Heek einzuladen, rief der Trägerverein der Landesmusikakademie NRW e.V. seine Mitglieder jetzt erstmals zur Versammlung per Zoom-Konferenz auf. 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zahlreichen Landesteilen inklusive Akademiedirektorin Antje Valentin, Geschäftsführer Gerd Kühlkamp sowie die Bildungsreferenten Dr. Kai Marius Schabram und Edin Mujkanović fanden sich online ein.

Vor den Tätigkeitsberichten des Vorsitzenden Reinhard Knoll und der Direktorin wurden die neuen Delegierten aus dem Kreis Borken und der Gemeinde Heek herzlich begrüßt. Antje Valentin zog in ihrem Bericht ein Fazit des Corona-Jahres: „Dieses besondere Jahr hat das Team der Landesmusikakademie stark herausgefordert und in überraschendem Tempo auf neue Wege gebracht.“ Die Akademie musste große Lücken in ihrem Belegungskalender hinnehmen, da sehr viele Schulen, Orchester und Chöre ihren Aufenthalt in Heek absagten. Immerhin nutzten einige neue Gästegruppen aus Musikhochschulen die Akademie-Räumlichkeiten in den entstandenen Vakanzen für Unterricht und Proben. Die Direktorin äußerte ihren Stolz auf die ganz neuen, vielgestaltigen Online-Fortbildungen, die das Team der Akademie entwickelt hat – sei es zu Themen musikalischer Vielfalt wie bei den insgesamt 22 Brückenklang Online-Workshops oder auch Online-Fachtagungen für pädagogische Fachkräfte an Kitas, die praxisorientiert am Rechner neue musikalische Wege kennenlernten. Rückblickend zeigte sie sich dankbar, dass trotz der Einschränkungen zahlreiche Veranstaltungen in Heek und anderswo stattfinden konnten. Die Tätigkeitsberichte wurden von der Versammlung positiv zur Kenntnis genommen.

Nachdem der Vorsitzende die abschließende positive Beurteilung des Jahresabschlusses 2019 der Revision des Kreises Borken vorgelesen hatte, wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung für das Jahr 2019 erteilt. Geschäftsführer Gerd Kühlkamp legte einen Nachtragshaushalt 2020 vor, der durch die vielen Corona-bedingten Absagen in eine Schieflage im mittleren fünfstelligen Bereich geraten war. Durch eine Sonderförderung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, die sich unter anderem an Landesmusikakademien richtete, gelang der Haushaltsausgleich 2020 kurz vor Ende des Jahres. Der Nachtragshaushalt 2020 wurde beraten und beschlossen. Für 2021 konnte Kühlkamp bezüglich der Haushaltssituation keine guten Nachrichten übermitteln: Der vorgelegte Haushaltsplan für das kommende Jahr sei noch mit großen Ungewissheiten behaftet, da bereits jetzt bis weit in den Sommer hinein Absagen vorlägen.

Zum Schluss wurden in der Versammlung die für 2021 geplanten Seminare und Projekte vorgestellt. Ein zentrales Element sind zahlreiche Online-Angebote, die teilweise auch mit Präsenzfortbildungen kombiniert werden. Als neuer Bereich kommt „Musik und Gesundheit“ hinzu, die Angebote im Bereich „Musik und Medien“ werden verstärkt. Fest steht auch schon, dass das münsterlandweite Klangkunstfestival Soundseeing unter Federführung der Landesmusikakademie NRW ab März 2021 stattfindet. Drei große Ausstellungen in Hörstel, Bocholt und Münster sowie zahlreiche Installationen, Workshops und Konzerte bei den zehn Kulturpartnern in allen münsterländischen Kreisen und der Stadt Münster sind geplant. 

Die Landesmusikakademie NRW wirkt seit 1989 für ganz Nordrhein-Westfalen als Veranstalterin musikalischer Fort- und Weiterbildungen, als Bildungsstätte und Probenort sowie als Vernetzungspartnerin und Projektträgerin. Sie wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft institutionell gefördert und bildet mit Kursen, Lehrgängen, Tagungen, Konzerten und Projekten einen Knotenpunkt musikalischer Arbeit in NRW.

Quelle: https://www.landesmusikakademie-nrw.de