19. Oktober 2020

Kultur-MK setzt sich für verbesserte soziale Absicherung von selbständigen Künstler*innen ein

Die Kulturministerkonferenz (Kultur-MK) hat sich intensiv mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Kulturbereich befasst. Sie geht davon aus, dass die Pandemie auch über das Jahr 2020 hinaus noch erhebliche Auswirkungen auf den Kulturbetrieb und Kulturschaffende haben wird. Die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren appellieren daher gemeinsam erneut an den Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, eine Förderung für Soloselbständige unabhängig von anfallenden Betriebskosten vorzusehen. Sie bitten ferner, auch die Veranstaltungsbranche durch branchenspezifische Förderangebote dabei zu unterstützen, den Betrieb wieder aufzunehmen. Dabei ist ein Augenmerk auf die Absicherung der Planungen für Veranstaltungen im Jahr 2021 und den Folgejahren zu legen.

Der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler: „ Den Mitgliedern der Kulturministerkonferenz ist die schwierige Lage der Kunst- und Kulturschaffenden, allen voran der Soloselbstständigen, in der Corona-Pandemie bewusst. Uns alle verbindet das gemeinsame Ziel, im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten Perspektiven zu bieten. Dafür braucht es vor allem auch langfristig angelegte Maßnahmen.“

In der Corona-Pandemie sind die sozialen Problemstellungen der Künstlerinnen und Künstler noch einmal besonders deutlich geworden. Die Pandemie zeigt, dass solchen Notlagen durch vorausschauende Maßnahmen vorgebeugt werden muss. Die Kulturministerkonferenz hat sich daher darauf verständigt, die soziale Absicherung der selbständigen Künstlerinnen und Künstler durch die Künstlersozialkasse (KSK) in den Blick zu nehmen und sich für eine Verbesserung einzusetzen. Kunst und Kultur sind ein zentrales Element unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft und Künstlerinnen und Künstler müssen angemessen abgesichert werden.

Quelle: https://www.kmk.org