14. September 2020

Baden-Württemberg stellt Soforthilfen für die Breitenkultur zur Verfügung

Die Landes- und Regionalverbände der Breitenkultur erhalten in diesen Tagen rund 10 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg. „Die Mittel sind als Soforthilfe für die vielen Musikvereine, Chöre, Kunstvereine, Amateurtanz- oder Amateurtheatervereine und Narrenzünfte gedacht, denen wegen der Einschränkungen durch das Corona-Virus Einnahmen weggebrochen sind“, erklärte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Samstag (12. September) in Stuttgart. „Wir wollen mit dieser Unterstützung den Vereinen der Breitenkultur helfen. Die Vereine sind wegen der coronabedingten Einschränkungen des Veranstaltungsbetriebs und des Vereinslebens finanziell stark unter Druck geraten. Es ist auch ein Zeichen der Anerkennung für die großartige Arbeit, die die Vereine und ihre Ehrenamtlichen in Zeiten von Corona leisten.“ 

Die Auszahlung der Förderbeträge wird über die Landes- und Regionalverbände der Breitenkultur organisiert, damit sie schnell bei den Vereinen ankommen. Die Höhe der Mittel richtet sich nach der Größe des Vereins. Die Dachverbände haben in diesen Tagen die Zuwendungsbescheide zur weiteren Vergabe der Mittel an die einzelnen Vereine erhalten. 9 der zur Verfügung stehenden 10 Millionen Euro sind bereits bewilligt. 

„Die Hilfe für die Vereine ist Teil unseres ‚Masterplans Kultur - Kunst trotz Abstand‘, mit dem wir die Kunst- und Kulturschaffenden im Land mit insgesamt 50 Millionen Euro unterstützen“, so die Staatssekretärin. Insgesamt stellt das Land Baden-Württemberg der Kultur mehr als 200 Millionen Euro Corona-Hilfen zur Verfügung. Dazu zählen vor allem die bundesweit beachteten schnellen Soforthilfen an notleidende Künstlerinnen und Künstler.

Ministerium fördert Forschung & Informationen für Blasmusik und Gesang

Zusätzlich zur Vereinsförderung richtet das Ministerium zwei Projektstellen im Institut für Musikermedizin der Musikhochschule Freiburg ein, da der Beratungsbedarf enorm ist. „Das Institut für Musikermedizin der Musikhochschule Freiburg hat hohe wissenschaftliche Expertise in der Abschätzung von Risiken im Musikbereich und auch in der Beratung. Die Breitenkultur ist sehr stark von der Blasmusik und dem Gesang geprägt. Ausgerechnet diese beiden Kulturformen sind in besonderem Maße von Ansteckungsrisiken betroffen. Mit der personellen Verstärkung in Freiburg wollen wir dazu beitragen, dass diese Risiken genauer erforscht werden und dass die Vereine der Amateurmusik im Land – wie auch das Ministerium selbst – verlässliche Auskünfte erhalten, wie das Risiko bei Veranstaltungen und Proben minimiert werden kann“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski.

Weitere Informationen

Den Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst finden Sie unter: https://bit.ly/2zDkWIs

Quelle: https://mwk.baden-wuerttemberg.de