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03. Juli 2019

Hochschule für Musik und Theater München lädt zur Konferenz "Jüdische Musik im süddeutschen Raum"

Am Donnerstag, den 11. Juli und Freitag, den 12. Juli findet jeweils ab 10:00 Uhr das öffentliche Symposium »Jüdische Musik im süddeutschen Raum: Geschichte, Exil, Fortleben« im Kleinen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) in der Arcisstraße 12 statt.

Die Konferenz liegt in der wissenschaftlichen und organisatorischen Verantwortung der Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Tina Frühauf von der Columbia University New York, die aktuell eine DAAD-Gastprofessur an der HMTM innehat, und Prof. Dr. Claus Bockmaier, Leiter des Musikwissenschaftlichen Instituts der Hochschule. Insgesamt stehen 16 Vorträge in deutscher und englischer Sprache auf dem Programm, allein fünf Beiträge konzentrieren sich dabei auf die Geschichte der Synagogal- und der Kunstmusik in München. Musikbeiträge von Studierenden der HMTM und externen Gästen runden das Konferenzprogramm ab.

Ein Höhepunkt ist dabei das öffentliche und kostenfreie Konzert mit Jascha Nemtsov (Klavier) und dem Synagogal Ensemble Berlin unter der Leitung von Regina Yantian, das am Donnerstag, den 11. Juli um 17:00 Uhr im Großen Konzertsaal des HMTM stattfindet.

Die Referenten der Konferenz kommen aus Österreich, England, Deutschland, Israel und den Vereinigten Staaten, darunter etwa Mark L. Kligman, Jascha Nemtsov und Sarah M. Ross, die jeweils Lehrstühle für Jüdische Musik innehaben. Das Symposium möchte einen Beitrag zur weiteren wissenschaftlichen Erschließung des Themas in breiter historischer Dimension leisten. Dazu finden u.a. folgende Vorträge statt: Prof. Dr. Ruth Litai-Jacoby wird über Maier Kohn sprechen, der von 1825 bis zu seinem Tod im Jahr 1875 an der Münchner Hauptsynagoge tätig war. Daran knüpft Prof. Dr. Mark L. Kligmans Vortrag zum Thema Stilentwicklung von kantorialer und synagogaler Musik in München in den 1830er-Jahren an. Dr. Liran Gurkiewicz und Dr. Charlotte Vignau beleuchten das Oratorium »Joram« von Paul Frankenburger / Ben-Haim, das letzte Werk vor seiner Emigration. Untersuchungen zur frühen Korrespondenz Ben-Haims, insbesondere mit dem Altphilologen Otto Crusius, Professor an der Münchner Universität und Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, unternimmt Dr. Malcolm Miller. Dr. Gila Flam, Direktorin der Musikabteilung der Israelischen Nationalbibliothek in Jerusalem, wird außerdem über Quellen ehemaliger Münchner Komponisten an ihrer Institution berichten.

Mit den internationalen Beiträgen leistet das Symposium einen Beitrag zur lebendigen Erinnerungskultur der HMTM.

Die Konferenz wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Die DAAD-Gastprofessur von Dr. Frühauf wird gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Quelle: http://www.musikhochschule-muenchen.de