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16. August 2019

Glocken läuten am 21. September europaweit gemeinsam zum Internationalen Tag des Friedens

2019 läuten am „Internationalen Tag des Friedens“ der Vereinten Nationen europaweit säkulare und kirchliche Glocken für den Schutz des kulturellen Erbes von Europa: Frieden und europäische Kulturwerte. Die Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK), Brandenburgs Kulturministerin Dr. Martina Münch ruft Einrichtungen und Institutionen in Deutschland zur Teilnahme auf. Im vergangenen Jahr läuteten erstmals europaweit tausende kirchliche und säkulare Glocken im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres anlässlich des Tags des Friedens als eine der größten und erfolgreichsten gemeinsamen Aktionen.

Brandenburgs Kulturministerin Dr. Martina Münch: „Das erfolgreiche Europäische Kulturerbejahr 2018 hat nicht nur gezeigt, welche Strahlkraft das gemeinsame kulturelle Erbe für die Identität Europas hat – es hat dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und weiteren Akteuren auch neue Impulse gegeben: Die geplante verstärkte Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes soll dabei helfen, die europäische Integration auf ein breiteres Fundament zu stellen und dem europäischen Gedanken neuen Schwung und mehr Klang zu geben. Die Glocken in den Kirchen und Rathäusern, in den Glockenstühlen der Friedhöfe und Gedenkstätten stehen für eine uralte Kulturtradition – und das grenzüberschreitende Glockenläuten am 21. September soll ein kraftvolles und hörbares Signal für die Botschaft des Friedens und die Bedeutung des gemeinsamen und verbindenden kulturellen Erbes in Europa sein.“

Die Identifikation mit dem gemeinsamen Kulturerbe ist für die Zukunft des Projekts Europa und für den Frieden entscheidend. Gesellschaftliche Veränderungen hin zu mehr nachhaltigem Leben und Demokratie sind nur durch kulturellen Wandel, Rückbesinnung und Weiterentwicklung der kulturellen Werte möglich. Das kulturelle Erbe ist daher der Schlüssel zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen und friedlichem Zusammenleben. Der Berlin Call to Action: Cultural heritage for the future of Europe ist ein Ergebnis europaweiten Engagements im Kulturerbejahr und fordert einen angemessenen EU-Aktionsplan und eine starke Berücksichtigung von Kulturerbe im neuen Finanzrahmen der EU.

Dr. Uwe Koch, Geschäftsführer des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz: „Konflikte, Klima- und Umweltveränderungen und das Vergessen der sich wandelnden Gesellschaften bedrohen das kulturelle Erbe heute akut. Der Brand von Notre Dame ist ein dramatisches und selten prominentes Beispiel für die Fragilität des Kulturerbes überall und muss zu einer größeren Solidarisierung führen, die allerdings auch weniger präsenten Denkmälern zugutekommt – nicht nur Nationaldenkmälern.“

In Deutschland rufen der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, die Deutsche UNESCO-Kommission, das Kulturbüro der Evangelischen Kirche in Deutschland, die Kulturstiftung der Länder, und das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) gemeinsam alle säkularen und kirchlichen Glockenbesitzer auf, sich am europaweiten Glockenläuten zu beteiligen:

Samstag, 21. September 2019
von 18:00 bis 18:15 Uhr (mitteleuropäische Sommerzeit)

Machen Sie mit und geben Sie eine kurze Information, dass Sie dabei sind, an: ringingthebells@dnk.de
Das SHARING HERITAGE-Projekt #createsoundscape erstellt eine interaktive klingende Karte der Glocken. Alle teilnehmenden Glockenbesitzer sind aufgerufen, sich dort einzutragen und Bilder und eine Audiodatei vom Klang hochzuladen: www.createsoundscape.de

Insgesamt 37 europäische Länder haben sich im vergangenen Jahr am Europäischen Kulturerbejahr beteiligt, um ein größeres Bewusstsein für den Wert und die grenzüberschreitenden, verbindenden Dimensionen des materiellen und immateriellen Kulturerbes in Europa zu schaffen.
Das von der Europäischen Kommission ausgerufene Kulturerbejahr unter dem Motto ‘SHARING HERITAGE‘ geht auf eine Initiative des 1973 gegründeten Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz sowie des Bundes, der Länder und der Kommunen zurück.

Quelle: http://www.dnk.de