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18. Juni 2018

Silbermann-Tage in Freiberg feiern 40-jähriges Bestehen

Die Silbermann-Tage in Freiberg begehen in diesem Jahr ihr 40. Jubiläum. Mit einem großen Festwochenende bis 17. Juni 2018 haben Organisatoren, Unterstützer und Publikum auf die Geschichte des Orgelfestivals zu Ehren des großen sächsischen Orgelbaumeisters Gottfried Silbermann zurückgeblickt.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange würdigte in ihrem Grußwort in Freiberg das langjährige Gelingen des Festivals: „Wir feiern 40 Jahre Silbermann-Tage und damit das Jubiläum eines der ältesten kontinuierlich stattfindenden Festivals in Sachsen. Dank vieler engagierter Menschen haben sich die Silbermann-Tage kontinuierlich in Richtung Internationalisierung entwickelt und höhere Besucherzahlen erreicht. Das Programm wurde sichtbar facettenreicher, farbiger und vielseitiger, ohne dabei sein Zentrum zu verlieren: Silbermann und die Orgel.“

So werden inzwischen zusätzlich zu den klassischen Konzertformaten auch unkonventionelle Projekte geboten, wie z. B. die Orgel in Verbindung mit Elektro-Sound, Jazz, Pantomime, Zirkus, Lesung oder Lichtbildprojektion sowie ein zusätzliches Programm für Kinder und Jugendliche. „Auch dieser Mut, Neues auszuprobieren, hat die Silbermann-Tage zu dem gemacht, was sie heute sind: gleichzeitig traditionell und modern, altehrwürdig und neugierig, etabliert und ausprobierend, historisch und zukunftsträchtig“, so Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange.

1683 im erzgebirgischen Kleinbobritzsch geboren, gilt Gottfried Silbermann als der bedeutendste mitteldeutsche Orgelbauer der Barockzeit. Seine Instrumente waren bereits zu seinen Lebzeiten berühmt. Von insgesamt 50 Orgelneubauten Silbermanns sind 31 erhalten und prägen nachhaltig die Orgellandschaft Sachsens. Die Freiberger Silbermann-Tage und die Dauerausstellung im Silbermann-Haus sind Teil dieser reichhaltigen und vielfältigen Orgelkultur. Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hatte Ende 2017 den Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Quelle: https://www.medienservice.sachsen.de