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23. Mai 2018

Religion, Kultur und Gesellschaft - Berlins jüdische Gemeinschaft erinnert sich für die Zukunft

Das jüdische Leben in Berlin ist 2018, 80 Jahre nach den Novemberpogromen des Jahres 1938, so vielfältig, wie es nach Zweitem Weltkrieg und Schoa kaum vorstellbar war. Die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens trifft heute auf eine dynamische jüdische Zivilgesellschaft. In Religion, Kultur, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gestalten junge Jüdinnen und Juden nicht nur ihre eigene vielstimmige Gemeinschaft: Sie gestalten unsere Gesamtgesellschaft mit, in Berlin und darüber hinaus.

Diese besondere Situation soll Basis des Jüdischen Zukunftskongresses sein. Wir verstehen den Kongress als Forum, das Impulse für die Konsolidierung, aber auch Erneuerung jüdischen Lebens in Deutschland in seiner ganzen Vielfalt geben kann.

Das neue Selbstbewusstsein und die Zuversicht der jungen jüdischen Gemeinschaft sollen beim Jüdischen Zukunftskongress, an dem neben den prominenten Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft und Kunst vor allem junge jüdische Intellektuelle beteiligt sein werden, im Zentrum stehen. Somit soll eine klare gesamtgesellschaftliche Perspektive auf ein neues Miteinander eröffnen und zwar: In Berlin, in Deutschland, in Europa.

Der Jüdische Zukunftskongress (Berlin, 5. – 11. November 2018) ist von der Leo Baeck Foundation in enger Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung  für Kultur und Europa initiiert worden und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.

Am Jüdischen Zukunftskongress beteiligen sich auch zahlreiche jüdische und nichtjüdische Institutionen, darunter

  • Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
  • Zentralrat der Juden in Deutschland
  • Jüdische Gemeinde zu Berlin (mit den Jüdischen Kulturtagen Berlin)
  • Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland
  • Jüdische Studierendenunion Deutschland
  • Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland)
  • Jüdisches Museum Berlin (mit der Michael-Blumenthal-Akademie)
  • EU-Kommission in Brüssel / Beauftragte zum Thema „Antisemitismus“
  • Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
  • Leo Baeck Institute New York / Berlin
  • Louis Lewandowski Festival (Verein der Freunde und Förderer des Synagogal -Ensemble Berlin)
  • Landeszentrale für politische Bildung (Berlin)
  • Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit
  • Aktion Sühnezeichen Friedensdienste / Germany Close Up
  • Studio Я im Maxim Gorki Theater Berlin
  • Deutscher Kulturrat
  • Anne Frank Zentrum Berlin

Gemeinsam wollen wir dem Thema „Erinnern“ eine neue gesellschaftliche, religiöse und kulturelle gestalterische Komponente verleihen und so in die Zukunft weisen. 

Die Leo Baeck Foundation (LBF) -  gegründet aus Anlass des 50. Todestages Rabbiner Leo Baecks im Jahr 2006, ist eine operative Stiftung. Sie will das Judentum in Europa festigen und ausbauen helfen sowie eine Perspektive des interreligiösen Dialogs schaffen.  Die LBF ist Trägerin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, des Abraham Geiger Kollegs sowie des Zacharias Frankel College.

Quelle: http://www.berlin.de