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20. März 2018

Sieger im Wettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik stehen fest

Die Tonkünstler Otto Wanke und Patrick Walliser haben beim Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd den 14. Kompositionswettbewerb Zeitgenössische Geistliche Musik der Stadt Schwäbisch Gmünd gewonnen. Die Jury zeichnete ihre Kompositionen für Chor a cappella zum Festivalthema „Mit allen Sinnen“ aus. Der zweigeteilte Preis prämiert das Werk „…durch…“ von Otto Wanke (Wien) mit 1.500 Euro. Das Werk „Hymne“ von Patrick Walliser (Berlin) wird mit 500 Euro geehrt. Es wurden insgesamt 43 Kompositionen aus ganz Europa, Neuseeland, Kanada und den USA eingereicht. Juroren waren Frank Gerhardt (Komponist, Kassel), Detlef Dörner (Komponist, Stuttgart), KMD Sonntraud Engels-Benz (Direktorium, Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd) sowie Prof. Denis Rouger (Professor für Chorleitung, Musikhochschule Stuttgart), der die Komposition „…durch…“ von Otto Wanke mit seinem Kammerchor „figure humaine“ im ökumenischen Eröffnungsgottesdienst des Festivals am Freitag, 13. Juli, um 18.30 Uhr im Heilig-Kreuz-Münster Schwäbisch Gmünd uraufführen wird.

Um die zeitgenössische geistliche Musik zu fördern, schreibt die Stadt Schwäbisch Gmünd für ihr Festival Europäische Kirchenmusik seit 1990 im jährlichen Wechsel mit einem Kompositionsauftrag einen Kompositionswettbewerb aus. Zum Festivalthema 2018 „Mit allen Sinnen“ sollte eine Komposition für gemischten Chor geschaffen werden, welche sich auf die Bibelverse Prediger 9, 7-10 bezieht. Verlangt war eine ca. acht- bis zwölfminütige Komposition.

Die Jury lobte beim Werk „…durch…“ von Otto Wanke insbesondere „die ausgeprägte künstlerische Haltung gegenüber der Aufgabenstellung, den spannenden Umgang mit Text sowie den dynamisch-klanglich fein ausdifferenzierten musikalischen Satz unter Verwendung plausibler rhythmischer Pattern“. Otto Wanke, 1989 in Tschechien geboren, studierte Jazzkomposition am Konservatorium in Prag und klassische Komposition sowie mediale und elektroakustische Komposition an der Musikuniversität Wien. Parallel zum Studium in Wien war er als Dirigent und Tonmeister tätig. 2013 begann Otto Wanke seine Zusammenarbeit mit dem Komponisten Bruno Liberda. Dabei setzte er einen Schwerpunkt auf elektronische Musik. Sein Repertoire enthält darüber hinaus einen großen Anteil an Instrumental-, Film- und Theatermusik. Otto Wanke hat 2017 den Gustav-Mahler-Wettbewerb des Musikforums Klagenfurt und den Joan Guinjoan International Young Composers Competition in Spanien sowie den zweiten Preis im FIMS Wettbewerb in der Schweiz gewonnen. 2018 wurde er mit einem Preis im Wolf-Durmashkin-Wettbewerb in Landsberg am Lech und im Wettbewerb Prix Annelie de Man in den Niederlanden ausgezeichnet.

Die Komposition „Hymne“ von Patrick Walliser ehrte die Jury mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Patrick Walliser, 1951 in Aberdeen geboren, absolvierte sein Dirigierstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Bis 1992 war er in verschiedenen Funktionen an den Kieler Bühnen, am Theater Ulm und an der Deutschen Oper Berlin tätig. Im Anschluss wurde Patrick Walliser zum Professor für Partitur- und Klavierauszugspiel an die Universität der Künste Berlin berufen. Bis heute lebt und arbeitet Walliser in Berlin.

Preisträger beim Schwäbisch Gmünder Wettbewerb waren bisher Franz Surges (1991), Erich Konstantin Reymaier (1991), Friedo Matthies (1991), Marion Bluthard (1995), Detlef Dörner (1997), Peter Wittrich (1999), Ulrich Wolf (1995, 1999), Stefan Johannes Walter (1999), Hans Schanderl (2001), Jong-Sam Kim (2001, 2003), Dieter Buwen (2003), Frank Gerhardt (2006), Gaetano Lorandi (2008), Terence Yap (2010), Dominik Susteck (2012), Günter Berger (2014), Stephan Lenz und Tilmann Jäger (2016).

Quelle: http://www.kirchenmusik-festival.de