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09. Januar 2018

Sanierung von neun wertvollen Kirchenorgeln in Mecklenburg gesichert

Von außen sehen sie zumeist noch recht passabel aus, aber im Inneren benötigen die Orgeln in Cantnitz, Gressow, Hinrichshagen, Kirch Stück, Lüttenhagen, Mollenstorf, Sülten, Proseken und Rehberg eine Reparatur oder Reinigung. In diesem Jahr stehen dafür Finanzen bereit. Weitere wichtige Beschlüsse fassten die Mitglieder des mecklenburgischen Kirchenkreisrates kurz vor dem Jahreswechsel.

Mit je einem Drittel an den Gesamtkosten in Höhe von knapp 200.000 Euro beteiligen sich die Kirchengemeinden, der Kirchenkreis Mecklenburg und die Landesdenkmalpflege an der Sanierung von wertvollen Kirchenorgeln im Jahr 2018. Darüber hinaus stellen der Kirchenkreis und Kirchengemeinde extra fast 5000 Euro für die laufende Restaurierung der Orgel in Penzlin zu Verfügung.

Zusammen mit den Bauobjektlisten 2018 für Kirchen und Pfarrhäuser nahm der Kirchenkreisrat auf seiner letzten Sitzung im alten Jahr die aktuelle Orgelbauliste zustimmend zur Kenntnis. Das Gremium folgte damit den Vorschlägen des Bauausschusses und des Orgelsachverständigen. Mecklenburg gilt als die deutsche Region mit den meisten Orgeln des 19. Jahrhunderts. Und so sind unter den „Königinnen der Instrumente“, die im kommenden Jahr saniert werden, fast alle aus der bedeutsamen Orgelbauperiode zwischen 1840 bis 1918.

Auf den Bauobjektlisten der vier Propsteien Wismar, Rostock, Parchim und Neustrelitz im Kirchenkreis Mecklenburg finden sich insgesamt 107 Projekte, darunter beispielsweise für Arbeiten am Kirchenschiff in Wanzka, die Turmsanierung in Woosten, die Restaurierung des Altarbildes in Hohen Sprenz oder den Neubau des Gemeindezentrum inklusive einer Pfarrwohnung in Kröpelin“. „Dafür stehen im laufenden Haushaltsjahr insgesamt rund 13 Millionen Euro bereit“, so Kirchenkreisratsmitglied Frank Claus, der ehrenamtlich ebenso im Bauausschuss des Kirchenkreisrates tätig ist.

Fördergelder geben Bund und Land. Zuschüsse kommen vom Kirchenkreis Mecklenburg, aber ebenso von Stiftungen, wie etwa der Stiftung „Kirchliches Bauen in Mecklenburg“, der Partnerkirche in Bayern sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Genauso bedeutend sind Spenden, die Eigenmittel der jeweiligen Kirchengemeinden und die finanzielle Unterstützung, die von den mittlerweile 146 mecklenburgischen Kirchbau-Fördervereinen für die Rettung der Sakralbauten kommen.

Quelle: http://www.kirche-mv.de