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22. September 2016

Kulturstaatsministerin Grütters fördert national bedeutsame Orgeln mit 5 Millionen Euro

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat zusätzliche Mittel für ein neues Programm zur Sanierung und Modernisierung national bedeutsamer Orgeln bewilligt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Deutschland verfügt über eine unglaublich vielfältige und traditionsreiche Orgellandschaft, die weltweit ihresgleichen sucht. Orgelbau und Orgelmusik sind daher sogar als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit bei der UNESCO nominiert. Diesen Reichtum zu schützen und zu bewahren, ist auch eine Frage staatlicher Fürsorge. Unsere bestehenden Denkmalförderprogramme haben hier einen zusätzlichen Förderungsbedarf aufgezeigt. Mit unserem neuen Orgelprogramm können wir nun dieses Erbe einer über Jahrhunderte gewachsenen kulturellen Ausdrucksform erhalten - das Programm hilft uns, ein lebendiges Musikleben in der Fläche Deutschlands zu bewahren und unsere großartige Orgelbautradition zu schützen und zu stärken.“

Zu den geförderten Objekten gehören unter anderem die Orgel der Großen Kirche in Leer, die Orgel der Frauenkirche in Görlitz, das berühmte Instrument der Kulturkirche St. Jakobi in Stralsund, die Orgel für Neue Musik in der Kunst-Station Sankt Peter in Köln, die Zacharias Hildebrandt-Orgel in der St. Jacobi-Kirche Sangerhausen und die Orgel in der Nathanaelkirche Leipzig. Das Antragsvolumen überstieg die vorhandenen Mittel des Orgelprogramms um das Dreifache, deshalb war eine Auswahlentscheidung auch hier nötig.

Die Kulturstaatsministerin hat in diesem Jahr erstmals ein Programm zur Sanierung und Modernisierung bedeutender Orgeln mit einem Volumen von insgesamt 5 Millionen Euro aufgelegt. Mit dem Geld wird die deutsche Orgelbautradition geschützt und gestärkt. Bundesweit können dringliche Investitionen an musikhistorisch, klanglich, technisch, aber auch räumlich-architektonisch wertvollen Orgeln durchgeführt werden.

Die Ausreichung dieser Mittel bedarf grundsätzlich der angemessenen Mitfinanzierung durch Länder, Kommunen oder Private.

Quelle: http://www.kulturstaatsministerin.de