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02. Mai 2016

Festival Alte Musik Knechtsteden feiert 25-jähriges Jubiläum

Eckpfeiler des Programms sind traditionell Eigenproduktionen mit den Klangkörpern Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert. Sie werden im Eröffnungskonzert mit Werken J.S. Bachs, mit der Petite Messe solennelle von Rossini sowie im großen Abschlusskonzert mit Monteverdis Marienvesper 1610 zu hören sein. Im Spannungsfeld zwischen Alter und Neuer Musik werden in einer multimedialen Konzertinszenierung Parallelen zwischen Telemanns Oratorium Die Tageszeiten und zeitgenössischen Kompositionen von Rebecca Saunders gezogen; mit dabei ist das Ensemble la festa musicale. Gleichzeitig wird das barocke Oratorium auch zum Experimentierfeld für Nachwuchskomponisten, die in einem Response-Projekt zusammen mit dem Komponisten Thomas Taxus Beck einen akustischen Gegenentwurf zum Ausgangswerk entwickeln.

Weitere prominente Gäste sind die Renaissance-Spezialisten der Capella de la Torre, die im Rahmen einer "Tafelmusik" die Hochzeitsfeier Martin Luthers musikalisch rekonstruieren; die Madrigal-Schola Vox Werdensis mit mittelalterlichen Klängen aus der Pariser Notre Dame Schule und das junge britische A-Cappella-Ensemble The Marian Consort, das neben einer Byrd-Messe die 40stimmige Motette Spem in alium von Thomas Tallis zusammen mit Gesangsstudenten aus NRW aufführt. In einer Kulturnacht im Kreismuseum Zons werden indische Sitar- und Tablaklängen von Ken Zuckermann Kunstliedern der Familie Mendelssohn, interpretiert von Hanna Zumsande und Matthias WIerig, gegenübergestellt. Zu den weiteren Gesangssolisten im Jubiläumsprogramm gehören illustre Namen wie Dorothee Mields, Marie Friederike Schöder, Franz Vitzthum oder Jochen Kupfer. Vier Konzerte werden von WDR3 und Deutschlandfunk mitgeschnitten.

Alle Konzerte des Festivals werden durch moderierte Künstlergespräche eingeleitet. Beim Jungen Festival sind die Sockenkonzerte mit einem Kindertheater rund um Till Eulenspiegels lustige Streiche zu Gast und der französische Klangkünstler Etienne Favre verwandelt mit 30 seiner interaktiven Musikskulpturen "les structures musicales" den Kulturhof Knechtsteden in einen bespielbaren Musikgarten. Ein Kolloquium zum Thema Kultur des Rheinlandes bringt am 25. September maßgebliche Kulturakteure der Region im Museum Insel Hombroich zusammen.

Quelle: http://www.knechtsteden.com/