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02. September 2015

Europäisches Netzwerk für Alte Musik feiert 15-jähriges Bestehen

Vor 15 Jahren, am 1. September 2000, wurde in Ambronay (Frankreich) REMA, das heute wichtigste Europäische Netzwerk für Alte Musik gegründet. Ihm gehören 69 europäische Institutionen und Festivals aus 19 europäischen Ländern an. Idee und Ziel von REMA ist die Pflege und Fortsetzung des europäischen Gedankens auf musikalischer Basis. Unterstützt wird die Organisation, die mittlerweile ihren Sitz in Versailles hat, u.a. von der Europäischen Kommission durch das Creative Europe Programm und vom französischen Kultur Ministerium.

Jüngstes Projekt ist der REMA Early Music Award, der erstmals am Samstag, den 22. August im Rahmen des Laus Polyphoniae (Flanders Early Music Festival, Antwerpen) verliehen wurde. Damit werden Künstler und Einrichtungen ausgezeichnet, die sich besonders um die Verbreitung und Erforschung Alter Musik verdient machen. Preisträger waren dieses Jahr die Schola Cantorum Basiliensis, vertreten durch Prof. Dr. Thomas Drescher, und das britische Hilliard Ensemble. Bei der Zeremonie in Antwerpen lobte Marc-Hector Vanderhaegen, Europäische Kommission, DG Kultur, die Förderung des europäischen Gedankens durch REMA, indem das Netzwerk die Musik von Komponisten des Mittelalters bis hin ins 18. Jahrhundert verbreitet: „Ihre Kompositionen sind für uns alle eine Quelle der Freude – sie sind ein starkes Symbol für unsere Zivilisation und für unsere gemeinsame Europäische Identität. (…) Deswegen hat die Europäische Kommission REMA mit ihrem letzten Kulturprogramm unterstützt und wir sind stolz darauf, die Förderung im Rahmen des Creative Europe Programms fortzuführen.“ Seit sieben Jahren setzt sich dieses Programm mit einem Budget von 1,4 Milliarden Euro zum Ziel, etwa 6400 kulturelle Einrichtungen zu unterstützen und eine Viertelmillion Menschen aus der kulturellen und kreativen Szene sollen davon profitieren.

Zu den weiteren Aktivitäten der Vernetzung und Kommunikation Alter Musik zählt der bereits etablierte Europäische Tag der Alten Musik, den die REMA seit 2013 jährlich am 21. März in Kooperation mit der European Broadcast Union (EBU) ausrichtet. Ziel ist es, die Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks einem möglichst großen Publikum bekannt zu machen. Deswegen finden an diesem Tag – dem Geburtstag von J.S. Bach – in ganz Europa Konzerte, öffentliche Proben und Konferenzen statt, die der Alten Musik gewidmet sind. 2015 wurden einige Veranstaltungen von REMA Radio live übertragen, dem Anfang des Jahres gegründeten Internet-Radiosender auf remaradio.eu. Hier werden Konzerte Alter Musik angeboten und Interviews mit den Künstlern der Szene geführt. Außerdem soll der Sender jungen Musikern und Künstlern eine Plattform bieten sowie als Diskussionsforum für Alte Musik dienen.

Quelle: http://www.rema-eemn.net