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27. März 2015

Kirchenmusikfestival Schwäbisch Gmünd unter dem Motto „Mitten im Leben“

Leben und Tod – diesem emotionalen Spannungsfeld widmet sich das 27. Festival Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd, das vom 17. Juli bis 9. August unter dem Thema „Mitten im Leben“ steht. Hochkarätige Interpreten und junge Nachwuchstalente aus der ganzen Welt sowie Künstler der regionalen Musikszene sind in den eindrucksvollen Kirchenräumen der ältesten Stauferstadt zu Gast: Die Bandbreite reicht von Gregorianik und Alter Musik über klassische Werke bis zur zeitgenössischen Auftragskomposition, vom Kinderkonzert „Arche Noah“ über international besetzte Orgelkonzerte und Murnaus Stummfilm „Nosferatu“ mit Live-Improvisation bis zur Daily Soap „Peeping at Mr. Pepys“ aus dem Barock.
Ihren Auftakt findet die 27. Festspielsaison im ökumenischen Eröffnungsgottesdienst mit Kardinal Walter Kasper am Freitag, 17. Juli, in der Augustinuskirche Schwäbisch Gmünd. Im Anschluss sind die Festivalgäste eingeladen, bei einem gemeinsamen Picknick mit mittelalterlicher Musik auf dem Münsterplatz frei nach dem Motto „Carpe diem“ das Leben zu genießen. Zu den musikalischen Höhepunkten 2015 gehören der Bachchor Mainz und die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern mit Ludwig van Beethovens „Missa solemnis“ (18.7.), eine Uraufführung der aus Südkorea stammenden Komponistin und Preisträgerin des Festivals 2015 Younghi Pagh-Paan im Festkonzert mit Singer Pur am 22. Juli, die sogenannte „Köthener Trauermusik“ von Johann Sebastian Bach in einer Rekonstruktion von Alexander Grychtolik mit der Deutschen Hofmusik (23.7.), Giuseppe Verdis groß besetzte „Messa da Requiem“ mit der Stiftskantorei und Stiftsmusik Stuttgart (25.7.), ein ergreifendes Programm um das „Stabat Mater“ des polnischen Komponisten Karol Szymanowski (29.7.), das szenische „Essener Osterspiel“ mit Vox Werdensis (30.7.), „Peeping at Mr. Pepys“ gespielt von Gustav Peter Wöhler und der Lautten Compagney Berlin (31.7.), Vokalmusik von Arvo Pärt mit Theater of Voices und Paul Hillier aus Dänemark (1.8.), eine Trauermusik der Renaissance mit Graindelavoix aus Antwerpen (4.8.), aus Norwegen die Barokksolistene mit innovativen Konzepten zur „Melancholie“ (5.8.) und die jungen Virtuosen des Ensembles Yxalag aus Lübeck: Voller Leidenschaft lassen sie im Openair-Abschlusskonzert am 8. August das Festivalthema „Mitten im Leben“ mit Weltmusik und Klezmer noch einmal lebendig werden.
Orgelkonzerte geben die weltweit gefragten Interpreten Leo van Doeselaar aus Hilversum (24.7.), Zuzana Ferjenčíková aus Montpellier (31.7.) und Laurence Lyndon-Jones aus Chelmsford (7.8.). Der 14. Internationale Wettbewerb für Orgelimprovisation (1./2.8.), ein Meisterkurs Gesang mit Prof. Gerd Türk (3.-6.8.), Vorträge und Ausstellungen zum Festivalthema, Künstlergespräche und Gottesdienste ergänzen das Konzertprogramm. Sechs Veranstaltungen werden für das Hörfunkprogramm SWR2 aufgezeichnet.

Quelle: http://www.kirchenmusik-festival.de